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Coronavirus

Sollten Sie den Verdacht haben, am Coronavirus erkrankt zu sein, kommen Sie bitte nicht in die Praxis, sondern sprechen das weitere Vorgehen telefonisch mit uns ab!

Informationen zum Coronavirus COVID-19 oder SARS-CoV-2

Welche Symptome verursacht das Coronavirus?

Coronaviren führen wie andere Erkältungsviren zu grippalen Infekten, also Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen, können aber auch Durchfall auslösen. In schweren Fällen kann es zu tiefen Atemwegsinfekten wie Bronchitis oder Lungenentzündung führen.
Die Infektion wird durch kleinste Tröpfchenmengen ausgelöst und ist hoch ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt nach derzeitigen Erkenntnissen ca. 14 Tage – das ist die Zeit vom Kontakt mit dem Virus bis zum Ausbruch der Erkrankung. Offenbar sind infizierte schon vor Ausbruch der Erkrankung infektiös bzw. sind infektiös bei minimalsten Beschwerden, was eine gefährliche Verbreitung begünstigt.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Die Viren werden per Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. sie können beim Niesen, Husten, Sprechen, Küssen oder Händeschütteln von einem Menschen auf den anderen übergehen. Feine Flüssigkeitspartikel werden eingeatmet und gelangen so in die Atemwegsorgane.

Gibt es eine Therapie oder eine Impfung oder wie kann man sich davor schützen?

Derzeit gibt es keine Therapieoption. Ob und wann es dazu kommt, ist reine Spekulation. Selbst wenn ein geeignetes Mittel oder eine Impfung gefunden wäre, dauert es Monate bis es eingesetzt werden könnte.

Es ist daher am wichtigsten, sich nicht mit dem Virus anzustecken. Folgendes wird empfohlen:

  • Abstand zu Erkrankten von mind. 1,5-2 Metern
  • Atemwegs-Erkrankte sollten in die Ellbeuge husten oder niesen und einen Mundschutz tragen
  • Regelmäßiges Händewaschen (es muss keine Desinfektion sein)
  • Menschenansammlungen meiden

Kann ich mich über kontaminierte Gegenstände anstecken?

Das wird derzeit als unwahrscheinlich angesehen. Über Euro-Geldscheine scheint das Virus nicht übertragbar zu sein.
Dennoch sollte man sich regelmäßig die Hände waschen, wenn man Gegenstände außer Haus angefasst hat.

Weitere Informationen…

Aktuelle Erkrankungszahlen: WHO:Situation

Aktuelle Informationen: Robert-Koch-Institut

Tagesaktuelle Risikogebiete: Risikogebiete laut RKI

BZgA: häufige Fragen

Podcast mit Virologe Prof. Drosten/Charité

Hotlines:
KVB 116 117
Bürgertelefon der Stadt Fürth 0911.974 3698 (Mo-Fr. 8:00 – 16: Uhr)
Gesundheitsamt Fürth 0911.9773 3039
Gesundheitsamt Nürnberg 0911.231 10 666
Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen, 09131. 680 851 01
Bundesgesundheitsministerium 030.346 465 100

Warum soll ich nicht in die Praxis kommen, sondern anrufen, wenn ich vermute, dass ich am Coronavirus erkrankt bin? Wer ist Risikopatient?

Es wäre fatal, wenn sich Praxispersonal an dem Virus infizieren würde.
Denn dann würde unser Gesundheitssystem wohl zusammenbrechen, wenn bald alle Praxen wegen Quarantäne geschlossen wären.
Oder das Personal würde das Virus weiter verbreiten und dann sehr wahrscheinlich Menschen infizieren, die für schwere Verläufe besonders gefährdet wären.

Außerdem kann in der Praxis aufgrund der Symptomatik nicht zwischen Coronavirus und einem anderen Atemwegsinfekt unterschieden werden. Es muss ein Abstrich gemacht werden.
Abstriche sind für begründete Verdachtsfälle Kassenleistung.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Derzeit wird folgendes angenommen:
Bei vorerkrankten Menschen (z.B. mit Diabetes, Rheuma, Immunsuppression, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck) besteht eine Sterblichkeitsrate von ca. 2% (Frauen ca. 1,5% und Männer ca. 2,5%).
Bei nicht-vorerkrankten Menschen besteht eine niedrigere Sterblichkeit von <1%. Männer sind häufiger betroffen. Dies ist bezogen auf die nachgewiesenen Infektionen. Schwere Verläufe sind bei ca. 15% zu erwarten.
Da viele Fälle kaum bemerkt werden und daher auch nicht erfasst sind, wird die Sterblichkeit wohl insgesamt deutlich niedriger liegen. Allerdings gilt dies natürlich für alle anderen Infektionserkrankungen, wie z.B. der Influenza genauso.

Die allermeisten Fälle sind also harmlos und verlaufen wie ein gewöhnlicher grippaler Infekt.