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Coronavirus

Sollten Sie den Verdacht haben, am Coronavirus erkrankt zu sein, kommen Sie bitte nicht in die Praxis, sondern sprechen das weitere Vorgehen telefonisch mit uns ab!

Informationen zum Coronavirus COVID-19 bzw. SARS-CoV-2

Welche Symptome verursacht das Coronavirus?

Coronaviren führen wie andere Erkältungsviren zu grippalen Infekten, also Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen, können aber auch Durchfall auslösen. Inzwischen hat die Erfahrung gelehrt, dass das SARS-CoV2-Virus auch andere Symptome auslösen kann, da es zu Schäden an der Innenauskleidung der Blutgefäße (Endothelschäden) führt. Dadurch kommt es zu Entzündungen der Gefäße mit konsekutiven Gerinnungsstörungen. Dadurch kommt es auch zu Thrombosen und Embolien, v.a. in der Lunge, der Nieren, im Gehirn, dem Herzen, der Leber und im Darm. In schweren Fällen kann es dadurch zu Lungenentzündung (wahrscheinlich Infarktpneumonie) oder eine Herzmuskelentzündung mit Rhythmusstörungen und Herzschwäche, Schlaganfälle und Nierenversagen kommen. Ein typisches Symptom sind Geruch-/Geschmackstörungen.
Die Infektion wird durch kleinste Tröpfchenwolken (sog. Aerosole) ausgelöst, die bereits beim Sprechen entstehen und ist daher hoch ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt nach derzeitigen Erkenntnissen durchschnittlich 5 Tage (max. ca. 14 Tage) – das ist die Zeit vom Kontakt mit dem Virus bis zum Ausbruch der Erkrankung. Da die Virenverteilung jedoch schon vor Symptombeginn erfolgt, beträgt die Zeit von der Ansteckung bis zur Infektiosität nur 3-4 Tage. Da viele Menschen gar keine Symptome entwickeln aber das Virus dennoch weitergeben, wird eine gefährliche Verbreitung begünstigt.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Die Viren werden per Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. sie können beim Niesen, Husten, Sprechen, Singen, Küssen oder Händeschütteln von einem Menschen auf den anderen übergehen, wobei die Übertragung über die Hände wahrscheinlich weniger relevant ist. Feine Flüssigkeitspartikel werden eingeatmet und gelangen so in die Atemwegsorgane.

Gibt es eine Therapie oder eine Impfung oder wie kann man sich davor schützen?

Derzeit gibt es keine zuverlässige Therapieoption. Das Medikament Remdesivir scheint die Erkrankung günstig zu beeinflussen und wird derzeit in Studien untersucht. Darüber hinaus wird nach einem Impfstoff geforscht, vielversprechende Kandidaten gibt es bereits. Da die Zulassung bei Impfstoffen jedoch sehr streng ist (da Gesunde damit behandelt werden), dauert die Zulassung jedoch noch viele Monate. Es wird damit gerechnet, dass 2021 ein Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

Es ist daher am wichtigsten, sich nicht mit dem Virus anzustecken. Folgendes wird empfohlen:

  • Abstand zu Erkrankten von mind. 1,5-2 Metern
  • Atemwegs-Erkrankte sollten in die Ellbeuge husten oder niesen
  • In Räumen oder in Situationen, in denen Abstandhalten nicht immer möglich ist, sollte ein Mund/Nasenschutz getragen werden
    einfache OP-Masken oder “Community”-Masken können den Träger nicht vor einer Infektion schützen, aber die Mitmenschen, indem die Viren von einem erkrankten Maskenträger nicht verbreitet werden
  • Regelmäßiges Händewaschen (es muss keine Desinfektion sein)
  • Menschenansammlungen meiden

Kann ich mich über kontaminierte Gegenstände anstecken?

Das wird derzeit als unwahrscheinlich angesehen. Über Euro-Geldscheine scheint das Virus nicht übertragbar zu sein.
Dennoch sollte man sich regelmäßig die Hände waschen, wenn man Gegenstände außer Haus angefasst hat.

Weitere Informationen…

Aktuelle Erkrankungszahlen: WHO:Situation

Aktuelle Informationen: Robert-Koch-Institut

Tagesaktuelle Risikogebiete: Risikogebiete laut RKI

BZgA: häufige Fragen

Podcast mit Virologe Prof. Drosten/Charité

Hotlines:
KVB 116 117
Bürgertelefon der Stadt Fürth 0911.974 3698 (Mo-Fr. 8:00 – 16: Uhr)
Gesundheitsamt Fürth 0911.9773 3039
Gesundheitsamt Nürnberg 0911.231 10 666
Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen, 09131. 680 851 01
Bundesgesundheitsministerium 030.346 465 100

Warum soll ich nicht in die Praxis kommen, sondern anrufen, wenn ich vermute, dass ich am Coronavirus erkrankt bin? Wer ist Risikopatient?

Es wäre fatal, wenn sich Praxispersonal an dem Virus infizieren würde.
Denn dann würde unser Gesundheitssystem wohl zusammenbrechen, wenn bald alle Praxen wegen Quarantäne geschlossen wären.
Oder das Personal würde das Virus weiter verbreiten und dann sehr wahrscheinlich Menschen infizieren, die für schwere Verläufe besonders gefährdet wären.

Außerdem kann in der Praxis aufgrund der Symptomatik nicht zwischen Coronavirus und einem anderen Atemwegsinfekt unterschieden werden. Es muss ein Abstrich gemacht werden.
Abstriche sind für begründete Verdachtsfälle Kassenleistung.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Derzeit wird folgendes angenommen:
Bei vorerkrankten Menschen (z.B. mit Diabetes, Rheuma, Immunsuppression, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck) besteht eine Sterblichkeitsrate von ca. 2% (Frauen ca. 1,5% und Männer ca. 2,5%).
Bei nicht-vorerkrankten Menschen besteht eine niedrigere Sterblichkeit von <1%. Männer sind häufiger betroffen. Dies ist bezogen auf die nachgewiesenen Infektionen. Schwere Verläufe sind bei ca. 15% zu erwarten.
Da viele Fälle kaum bemerkt werden und daher auch nicht erfasst sind, wird die Sterblichkeit wohl insgesamt deutlich niedriger liegen. Allerdings gilt dies natürlich für alle anderen Infektionserkrankungen, wie z.B. der Influenza genauso.

Die allermeisten Fälle sind also harmlos und verlaufen wie ein gewöhnlicher grippaler Infekt oder ganz ohne Symptome.

Die Gefahr des neuartigen Virus liegt in der kurzen Übertragungszeit sowie der hohen Infektiosität. Dadurch können sich in kurzer Zeit sehr viele Menschen anstecken und dann eben auch sehr schnell sehr viele schwere Verläufe bei vorerkrankten Menschen verursachen. Dadurch werden die Ressourcen sehr schnell erschöpft, was dann dazu führt, dass für weitere Erkrankte kein Intensivbett oder eine Beatmungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Betroffen sind dann nicht nur Covid-19 Patienten, sondern auch alle anderen Erkrankungen, die eine Intensivmedizinische Behandlung bedürfen, wie Herzinfarkte, Blinddarmentzündungen, Unfälle oder Krebserkrankungen, bei denen z.B. eine Operation nötig ist, etc.